Startseite Berichte Führung in der Brauerei des Jahres in Maxlrain am 29.10.2016
Führung in der Brauerei des Jahres in Maxlrain am 29.10.2016

Das bayerische Reinheitsgebot besteht seit 500 Jahren und so passte es hervorragend, als unser Mitglied und Brauereidirektor Roland Bräger zur exklusiven Führung in die Brauerei nach Maxlrain einlud.

 

 

Roland Bräger, der seit 20 Jahren in Maxlrain tätig ist (davon 12 Jahre als Braumeister und seit 8 Jahren im Vertrieb) begrüßte uns vor der malerischen Kulisse des Schlosses Maxlrain. Wir erfuhren als erstes einiges zur Geschichte von Maxlrain. Der Weiler Maxlrain hat derzeit 120 Einwohner und das einstmals hölzerne Schloss wurde 830 erstmals urkundlich erwähnt. Seit 1585 ist es ein Steinschloss, welches seit 1936 von den Vorfahren der heute dort lebenden Familie Lobkowicz bewohnt wird.

Dann gingen wir in die Brauerei, die 1636 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Um 1900 zog die Brauerei vom Schloss in das neu entstandene Brauhaus um. Seit 1986 führt Dr. Erich Prinz von Lobkowicz das Unternehmen mit philosophischem Stil.

 

 

Roland erklärte uns ausführlich die Herstellung von Bier und wir besichtigten dabei das Sudhaus, den Gärkeller (im 1. Stock) das Lager und die Abfüllung. Maxlrain bezieht seine Zutaten ausschließlich aus Bayern, das Wasser kommt aus dem unteren Mangfalltal. Die Brauerei legt Wert auf hochwertig handwerklich gebrautes Bier. Die Brauerei Maxlrain stellt ganzjährig 12 verschiedene Sorten Bier her. Daneben gibt es noch 3 Spezialbiere, das Festbier, das Kirtabier und den Jubilator ein Starkbier. Die Tradition der Doppelbockbiere zur Fastenzeit gibt es übrigens nur in Altbayern.

 

 

Maxlrain hat schon einige Auszeichnungen erhalten. Besonders zu erwähnen ist der Bundesehrenpreis, der seit 2008 verliehen wird und den Maxlrain seitdem jedes Jahr gewonnen hat. Viele Male in Bronze, einige Male in Silber und zweimal bereits in Gold. So auch dieses Jahr, was bedeutet, dass Maxlrain sich „Brauerei des Jahres“ nennen darf. Eine ganz besondere Auszeichnung, wenn man bedenkt, dass von den 1300 Brauereien in Deutschland (650 davon in Bayern) nur 15 – 20 jährlich ausgezeichnet werden und nur einmal Gold verliehen wird.

Natürlich muss man so ein prämiertes Bier auch probieren und so gingen wir anschließend ins Bräustüberl und ließen uns Schweinshaxn und so einige Biere schmecken. Alle waren sich einig, es war eine ganz tolle informative Führung und wir haben diesen Tag sehr genossen.

RK